Leadmagnet mit Segmentierung
Dein PDF geht raus, sobald der Kontakt zugestimmt hat. Die drei Fragen kommen danach, und genau diese Reihenfolge entscheidet darüber, wie viele davon beantwortet werden. Am Ende steht kein Name in einer Liste, sondern ein Kontakt, von dem du weißt, womit du ihn ansprichst.
Warum dein Freebie Kontakte bringt, aber keine Gespräche
Du bewirbst eine Checkliste, einen Guide oder einen Report. Jemand schickt das Keyword, stimmt zu, bekommt die Datei. Deine Liste wächst. Und am Ende hast du eine Nummer und einen Vornamen, mehr nicht.
Deshalb bekommen alle dieselbe Nachfassnachricht. Der eine hat gerade angefangen und sucht Orientierung, der andere sitzt seit einem Jahr am selben Thema und hat schon zwei Wege probiert. Eine Nachricht für beide ist für beide die falsche. Sie wird überlesen, und weil sie überlesen wird, hörst du nach dem zweiten Versuch auf. Eine Auswertung von XANT über 5,7 Millionen Leads zeigt genau dieses Muster: 81 Prozent der Verkäufer machen fünf oder weniger Kontaktversuche, obwohl die Kontaktrate ab dem siebten Versuch noch einmal um 15 Prozent steigt. Das ist die eigentliche Rechnung. Nicht die Leads sind schlecht, sondern deine Ansprache ist beliebig, und eine beliebige Ansprache hält keine sieben Versuche durch, weil du selbst nicht daran glaubst.
Die naheliegende Lösung wäre, vorher zu fragen. Genau da bauen die meisten den Fehler ein: Sie stellen die Abfrage vor die Auslieferung. Damit verlangst du eine Vorleistung auf ein Versprechen, das du noch gar nicht eingelöst hast, und der Kontakt merkt das sofort. Ein Teil klickt irgendetwas, damit das PDF endlich kommt, ein anderer Teil bricht ab. Das Baymard Institute führt 17 Prozent aller Kaufabbrüche im Netz allein darauf zurück, dass der Prozess zu lang oder zu kompliziert war, und im Chat ist niemand geduldiger als im Checkout. Du hast danach weniger Kontakte, und von denen, die bleiben, kommen Antworten, die niemand ernst gemeint hat. Die Daten sind also nicht nur weniger geworden, sie sind auch falsch.
Dreh die Reihenfolge um: erst liefern, dann fragen. Wer die Datei schon hat, riskiert nichts mehr, wenn er nicht antwortet. Genau deshalb antwortet er. Die drei Fragen sind dann kein Preis für den Download, sondern der Anfang eines Gesprächs, und der Unterschied zwischen beidem ist nichts als die Position im Ablauf. Dazu kommt das Format: eine Frage pro Nachricht, höchstens drei Antwortmöglichkeiten, jede Antwort ein einziges Tippen. Typeform hat 2,6 Millionen Formulare ausgewertet, und wo pro Schritt nur eine Frage steht, liegt die Abschlussrate bei 47,3 Prozent gegenüber 21,5 Prozent im Schnitt klassischer Formulare. Die Formulare mit den meisten Antworten stellten weniger als sechs Fragen. Dieselben drei Felder, auf drei Nachrichten verteilt, sind eben nicht dasselbe Formular: Nach der ersten Antwort ist der Kontakt im Gespräch, und ein Gespräch bricht man schwerer ab als ein Formular.
Bleibt die Frage, welche drei Fragen es sein sollen. Der Test dafür ist hart und einfach: Eine Frage verdient ihren Platz nur, wenn ihre Antworten zu unterschiedlichen nächsten Nachrichten führen. „Wie zufrieden bist du mit deiner aktuellen Lösung“ klingt interessiert, ändert aber nichts an dem, was du danach schreibst. „Was hast du schon versucht“ ändert alles, weil die Antwort dir sagt, welchen Teil deines Materials dieser Kontakt überspringen kann und an welcher Stelle er hängt. Davon lebt die Nachfassnachricht drei Tage später: Sie kann bei dem Punkt anfangen, den der Kontakt selbst genannt hat, statt bei einer Zusammenfassung, die für alle passt und deshalb niemanden meint. Fragen, die keinen eigenen Zweig erzeugen, kosten dich nur Antwortquote und streichst du besser.
So ist der Funnel aufgebaut
Trigger und Opt-in
Eine Anzeige oder ein Post-Keyword startet den Chat. Weil der Kontakt dich noch nie angeschrieben hat, ist die erste Nachricht ein Template-Knoten mit dem Opt-in. Das ist keine Formsache: Erst mit der Zustimmung öffnet sich das 24-Stunden-Fenster, in dem alles Weitere frei laufen darf. Wer diese Reihenfolge übergeht, steht schon vor der ersten Frage im Leeren.
Auslieferung ohne Gegenfrage
Direkt nach dem Opt-in kommt das PDF. Keine Bedingung davor, keine Frage dazwischen, kein Zwischenschritt. Die Auslieferung sitzt als erster Message-Knoten hinter dem Trigger, weil das Versprechen aus der Anzeige genau hier eingelöst wird. Ab dieser Sekunde hat der Kontakt, weswegen er gekommen ist, und könnte jederzeit aufhören. Genau deshalb hört er nicht auf.
Drei Fragen nach kurzer Pause
Ein Delay schafft Abstand zur Datei, dann folgen drei Decisions mit je höchstens drei Buttons: wo du gerade stehst, was du schon versucht hast, was als Nächstes ansteht. Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Zuerst der Ist-Stand, weil das die leichteste Frage ist und niemanden festlegt. Dann der bisherige Versuch, weil sie ehrlicher beantwortet wird, wenn schon eine Antwort davorliegt. Zuletzt das Vorhaben, weil das die einzige Frage ist, die in Richtung Verkauf zeigt, und die stellst du niemandem als erste. Jede Antwort wird per set_variable festgehalten und reist ab hier mit dem Kontakt mit.
Drei Segmente, drei Anschlussempfehlungen
Die Antworten führen auf drei Zweige, und jeder Zweig sagt etwas anderes: welcher Teil des PDFs für dieses Segment zuerst zählt. Nicht dreimal dieselbe Zusammenfassung. Prüf hier jede Frage gegen dieselbe Regel: Führen ihre Antworten wirklich zu unterschiedlichem Inhalt? Wenn nicht, streich sie. Der Weg wird kürzer, und die verbleibenden Fragen werden häufiger beantwortet.
Tag, CRM und Ziel
Pro Segment ein add_tag, dann ein sync_to_crm mit allen drei Antworten und ein Goal-Knoten vom Typ lead_qualified. Ab diesem Punkt weißt du bei jedem Kontakt, in welche Schublade er gehört, ohne eine Liste von Hand durchzugehen.
Nachfassen und sauberer Ausstieg
Nach zwei Stunden Delay folgt je Segment ein anderer weicher CTA plus die Buttons „Reingeschaut“, „Noch nicht“ und „Passt nicht“. Diese Antwort ist dein Signal: Wer reingeschaut hat, bekommt den nächsten Schritt, wer noch nicht dazu kam, eine Erinnerung über Template, wer abwinkt, ist sauber raus. Danach greift der Nurture-Tag und die Strecke endet an einer definierten Stelle statt im Nichts.
Beispiel: Beraterin mit einer Checkliste als Freebie
Eine Beraterin bewirbt eine Checkliste über Story und Anzeige. Wer das Keyword schickt, landet im Chat und bekommt die Datei. Der Kanal passt zu ihrer Zielgruppe: In einer Kantar-Befragung für Meta unter 11.056 Erwachsenen sagen 72,4 Prozent, dass sie eher bei Marken kaufen, die per Nachricht erreichbar sind. Was nach der Auslieferung passiert, ist bei ihr trotzdem bei allen gleich.
Eine einzige Nachfassnachricht für alle, drei Tage später verschickt. Wer ganz am Anfang steht, liest denselben Text wie jemand, der schon zwei Wege probiert hat. Sortiert wird später von Hand, in der Praxis meistens gar nicht.
Die Checkliste geht sofort nach dem Opt-in raus. Kurz danach stehen drei Fragen im Chat, jede mit drei Buttons. Danach steht fest, in welches von drei Segmenten der Kontakt gehört: Tag gesetzt, alle drei Antworten im CRM, Anschlussnachricht pro Segment eine andere. Der Unterschied zeigt sich erst beim Nachfassen. Sie schreibt nicht mehr an alle dasselbe, sondern an jemanden, der ihr selbst gesagt hat, dass er es schon mit Anzeigen probiert hat, und fängt genau da an. Den Ablauf baut sie einmal in ihrem Messenger-Tool nach, danach läuft die Sortierung bei jedem neuen Kontakt mit.
Das bekommst du
Der komplette Funnel als Bauplan
Alle Knoten vom Trigger bis zum Ziel, visuell dargestellt: Opt-in, Auslieferung, Delay, drei Entscheidungen, die drei Segment-Zweige und die Nachfass-Schleife. Du siehst, was wohin führt, bevor du irgendetwas nachbaust.
Die drei Segmentfragen und ihre Verzweigungslogik
Welche Frage an welcher Stelle steht, worauf sie abzielt, welche Antwortmöglichkeiten es gibt, höchstens drei je Frage, und welcher Zweig aus welcher Kombination entsteht. Was der Kontakt am Ende wörtlich liest, formulierst du selbst.
Tag- und CRM-Plan
Welcher Tag an welchem Segment hängt, welche Antworten als Variablen mitreisen und an welcher Stelle im Ablauf der Kontakt an dein CRM übergeben wird.
Buyer-Persona mit über 50 Datenpunkten
Kaufmotive, Einwände, Sprache und Vorwissen deiner Zielgruppe. Das ist die Grundlage dafür, dass die drei Fragen nach Interesse klingen und nicht nach Formular.
Liste der benötigten Assets
Was der Funnel voraussetzt, bevor er stehen kann: das PDF selbst und die Template-Nachrichten für Opt-in und Erinnerung. Du legst alles einmal bereit und baust die Strecke danach in einem Durchgang zusammen.
Weitere Funnel-Baupläne
Plane deinen Leadmagnet-Funnel
Beschreib dein Angebot und deine Zielgruppe, und du bekommst die Strecke als Bauplan: Auslieferung zuerst, danach die drei Fragen mit ihren Zweigen und Tags. In Minuten statt vor dem leeren Canvas. Einmalig, kein Abo.
Funnel-Bauplan erstellenEinmalzahlung, kein Abo. Du bekommst zuerst die komplette Strategie und Übersicht.